Die Ausweitung der Kunst in den Umgebungsraum, die Hinwendung zu künstlerischen Aktionen und die partizipatorische Invol-vierung des Betrachters können als Entstehungsbedingungen der Installationskunst angesehen werden. Diese Tendenzen verdichten sich in den 1990er Jahren zu einer Gattungsform, die als Theaterinstallation bezeichnet werden kann, da in ihr nicht nur Materialien, Objekte, Klänge und Medien, sondern auch Ak-teure in Szene gesetzt werden. Beuys Verknüpfung von Aktion und Plastik, Boltanskis Gedächt-nisorte und Kabakovs totale Installationen sind Wegmarken solch performativer Räume.